„So babbelt mer in Aschebersch“

(Manuskript zum Vortrag von Dr. Almut König (UDI) am 8. November 2004)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, dass sich so viele für den Aschaffenburger Dialekt interessieren.

Mein Vortrag gliedert sich in 3 Teile: In der Einleitung nehmen wir den Aschaffenburger Dialekt unter die Lupe und sehen uns an, wie die Aschaffenburger ihren Dialekt selbst einschätzen und wie er in der deutschen Dialektologie eingeordnet wird. Im zweiten Teil, dem Hauptteil, werde ich Ihnen Beispiele für Aschaffenburger Dialekt aus den Bereichen Phonologie, Morphologie und Lexik, also Lautstand, Formenbildung und Wortschatz vorstellen. Abschließend im dritten Teil werde ich die Stellung des Aschaffenburger Dialekt in Unterfran­ken kurz skizieren.

 

Bevor ich den Aschaffenburger-Dialekt unter die Lupe nehme, möchte ich ein paar Worte vorausschicken: Wie Hartwig Loh gesagt hat, bin ich Sprachwissenschaftlerin am Unterfrän­ki­schen Dialektinstitut an der Universität Würzburg - abgekürzt UDI. UDI wurde - vom Bezirk Unterfranken unterstützt - im Juni 2003 aus der Taufe gehoben. UDI führt die Arbeit des Sprachatlas von Unterfranken (kurz SUF) fort. Der SUF war Teil des Forschungsverbundes „Bayerischer Sprachatlas“, des Freistaats Bayern und der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem Ziel den Altersdialekt in allen Regierungsbezirken Bayerns zu erfas­sen und zu dokumentieren. Die Aufnahmen für den Sprachatlas von Unter­franken habe ich im Winter 1993/1994 in Aschaffenburg und in Obernau durchgeführt. Fragen, die sich auf den Bereich Landwirtschaft beziehen, habe ich in Obernau bearbeitet. Fragen, die auf das alltägliche Leben referieren, habe ich vorwiegend in Aschaffenburg-Stadt ge­stellt.

 

1.         Aschaffenburger Dialekt unter der Lupe

Bei den Dialekterhebungen für den Sprachatlas von Unterfranken stellten wir u.a. die Frage: „In welchem Ort spricht man genauso wie hier?“. In Aschaffen­burg lautete die Antwort darauf: „Genau so wie in Aschaffenburg spricht man NIRGENDS“ , „SELBST IN ASCHAFFENBURG GIBT ES UNTERSCHIEDE zwischen den Stadtteilen.“

Die Aussage „In jedem Ort wird ein anderer Dialekt gesprochen.“ haben wir fast in jedem Ort in Unterfranken gehört und wir haben diese Aussage überprüft. Dazu haben wir von nahezu 1000 Atlaskarten aus allen phonologi­schen, morphologischen und lexikalischen Themenbereichen einige der Sprach­grenzen, die wir gefunden haben, in einer Kombinationskarte zusammengeführt. Meine Kollegin Dr. Sabine Krämer-Neubert hat diese Karte „Unterfränkischer Spagettisalat“ genannt.

*   Karte 1: Unterfränkischer Spagettisalat

Und Sie sehen es selbst. Es gibt kaum zwei Orte in Unterfranken, die nicht durch Linien voneinander getrennt sind. Auch zwischen Aschaffenburg und den Nachbarortschaften Johannesberg, Straßbessenbach, Sulzbach am Main, Groß­ostheim, Stockstadt und Kleinostheim verlaufen Grenzen, die für Unterschiede im Dialekt stehen.

 

In seiner Eröffnungsrede von UDI hob Professor Dr. Dr. mult. Norbert Richard Wolf, der Leiter des UDI, Un­terfranken als den Regierungsbezirk hervor, der aus dialektologischer Sicht der interessanteste im Freistaat Bayern ist. Denn durch Unterfranken geht eine der stärksten Sprachgrenzen im Deutschen Sprachraum, die Germersheimer Linie oder sog. appel-apfel-Linie. Die appel-apfel-Linie durchkreuzt den Spessart in nordöstlicher Richtung, verläuft weiter nach Norden in die Rhön und trennt das Oberdeutsche vom Mitteldeutschen. Östlich der appel-apfel-Linie spricht man ostfränkisch apfel - und somit Ober­deutsch, westlich Rheinfränkisch-Hessisch appel - und somit Mitteldeutsch. Fragt man also „Wie babbelt mer in Aschebersch?“ so heißt die Antwort: In Aschaffenburg spricht man Mitteldeutsch, genauer gesagt: Rheinfränkisch-Hessisch. Denn in Aschaffenburg isst man ebl und nicht Äpfel und man muss vor dem Eintreten an der Zimmertür ouglobbe und nicht anklopfen.

 

Halten wir fest: Nehmen wir den Aschaffenburger Dialekt unter die Lupe, so ist er aus Sicht der Aschaffenburger einzigartig. Dass diese Einschätzung stimmt zeigt die Karte „Spagettisalat“. Die Grenzlinien zwischen Aschaffenburg und seinen Nachbarorten beweisen: Es gibt keinen Ort, in dem man genau so spricht wie in Aschaffenburg. Aus Sicht der deut­schen Dialektologie ist der Aschaffenburger Dialekt Teil des mitteldeutschen Dialektgebietes, da er mit allen deutschen Dialekten westlich des Spessarts die unverschobenen Formen von westgerm. pp gemeinsam hat.

 

Die unverschobenen Formen von westgerm. pp (appel) im Gegensatz zu althoch­deutsch pf (Apfel) sind aber nur ein Kennzeichen für den Dialekt in Aschaffen­burg. Und damit komme ich zum Hauptteil meines Vortrages.

 

2.         Aschaffenburger Dialekt

            Lautstand - Formenbildung - Wortschatz

Im Folgenden werde ich Ihnen anhand von Karten einige Beispiele für den Aschaffenburger Dialekt vorstellen.

 

2.1      Der Lautstand am Beispiel der Entwicklung der mittelhochdeutschen (= mhd.) Kurzvokale

Das Bezugssystem um die Lautentwicklung der Dialekte zu beschreiben ist in der deutschen Dialektologie traditionell das Mittelhochdeutsche. Ein wesentlicher Unterschied vom Mittel­hochdeutschen zum Neuhochdeutschen, wie wir es heute sprechen, wenn wir „Hochdeutsch“ sprechen, ist die Dehnung kurzer Vokale in offener Silbe.

zB       mhd. beten [sprich: betten]             nhd. beten [sprich: beeten]

            mhd. lesen [sprich: lessen]             nhd. lesen [sprich: leesen]

            mhd. regen [sprich: reggen]                       nhd. Regen [sprich: reegen]

Diese Dehnung mhd. Kurzvokale ist in den Dialekten Unterfrankens weit ver-breitet. Auch in Aschaffenburg spricht man beten, lesen und Regen im lan­gem offenem ä und sagt: bääde, lääse und rääsche. Im Gegensatz zum Neuhochdeutschen ist jedoch westlich des Spessarts - und somit auch in Aschaffenburg - vor den Endungen -er, -el und teilweise auch vor den Endungen -en und -em der neu entstandene Langvokal ä wieder gekürzt worden. Sehen Sie hierzu Karte 2 „Leber“.

*   Karte 2: Leber

Karte 2 „Leber“ zeigt die Entwicklung von germ. e in offener Silbe vor den Endungen -er, -el und -en am Beispiel der Belegwörter Feder, Käfer, Leber, Leder, Nebel und ne­ben.

Östlich des Spessarts wird germ. kurz e zu lang a, so sagt man zB in Thulba in der Rhön: für Feder > faader, für Käfer > kaafer, für Leber > laaber, für Leder > laader, für Nebel > naabel usw.

Im östlichsten Teil Unterfrankens in der Gegend um Ebern, in der Rhön entlang der Sinn, in einem kleinen Gebiet im Spessart in Heinrichtsthal, Frammersbach, Ruppertshütten, Wiesthal, Partenstein und Rechtenbach, spricht man wie in Würzburg und Schweinfurt ein langes ä und sagt: fääder, kääfer, lääber usw. Hingegen sind in Aschaffenburg - wie fast überall im Spessart - die gedehnten Kurzvokale vor den Endungen -er, -el und -en wieder gekürzt worden. Der Käfer ist der käffä, die Schuhe sind nicht aus Leder sondern: di schuu soin von läddä, der Nebel ist der näwwel, man sagt nicht: setz dich neben mich sondern: hogg disch näwwä misch und zum Mittagessen gibt es läwwä - Leber.

 

Ein anderes markantes Kennzeichen für den Aschaffenburger Dialekt ist die Ent­rundung von mhd. ö und mhd. ü zu e bzw. zu i. Sehen Sie hierzu Karte 3 „Köpfe“.

*   Karte 3: Köpfe

Karte 3 „Köpfe“ zeigt die Entwicklung von mhd. ö in den Dialekten Unterfrankens am Bei­spiel der Belegwörter: Köpfe, Kröpfe, Röcke, Stöcke und Zöpfe. Fast überall in Unterfranken bleibt ö erhalten. Man sagt zB in Lohr: köbf, gröbf, röck, stöck, und dsöbf. Im äußersten Osten, im Steigerwald, und west­lich des Spessarts - im gelb gekennzeichneten Gebiet - wird ö jedoch zu e entrundet. In Aschaffenburg sind die Köpfe > kepp, die Kröpfe > grepp, die Röcke > reck, die Stöcke > steck und die Zöpfe > dsepp. Ich komme zur Morphologie, der Formenlehre.

 

2.2      Die Formenbildung am Beispiel des Diminutiv

Als Beispiel für Formenbildung habe ich das Diminutiv, die Verkleinerungsform gewählt. Ich beziehe mich in meinen Ausführungen auf die Forschungen meiner Kollegin Dr. Ma­rion Bayer-Weghake, die das Diminutiv in den Dialekten Unterfrankens in ihrer Doktorarbeit be­handelt. Die folgende Karte zeigt die Realisierung des Diminutiv Singluar am Beispiel  Rad.

*   Karte 4: Rädchen

Bayer-Weghake belegt für die Dialekte in Unterfranken die Verkleinerungsformen -la, -le, -l, -i, -je und -chen. Die Endung -la gilt im Osten Unterfrankens, zB in Altenschönbach (= 138alts) raadla. -le ist die Diminutivendung im Zentrum und im Südwesten von Unter­franken, zB in Münnerstadt (= 035mue) reedle. Im Süden haben wird die Endung -l, zB Riedenheim (= 181rih) raadl. Im Nordwesten Richtung Fulda haben wir die Endungen -i - zB Motten (= 006mot) reedi - und -je , zB Roßbach (= 031ros) raadje. Im Aschaffenburger Raum und im Alzenauer Raum wird die Verklei­nerungsform mit der Endung -chen gebildet, für die in Aschaffenburg die Reali­sierung -sche notiert wurde. Ein kleines Rad ist ein räädsche, ein kleiner Arm ein äemsche, ein kleiner Bart ein bäedsche, ein kleiner Baum ein beemsche, ein kleines Bild ein bildsche usw. Bayer-Weghake belegt weiterhin, dass nach Wörtern, die auf -g, -ng oder -ch bzw. -sch enden, neben der Endung -chen in Aschaffenburg auch die Endung -elchen verwendet wird. Die kleine Brücke ist in Aschaffenburg das briggelsche, die kleine Bank bengelsche, der kleine Krug ein griischelsche.

 

2.3      Der Wortschatz

Im Folgenden beziehe ich mich auf die Forschungen von Dr. Manuela Grimm, Dr. Karin Bayha und Dr. Jens Wichtermann, die die Karten und die dazugehöri­gen Kommentare im Rahmen ihrer Doktorarbeiten für den SUF erstellten. Mein erster Beispiel für Aschaffenbur­ger Wortschatz sind die Bezeichnungen für Kleidung. 

 

2.3.1   Kleidung

In Unterfranken sind dafür die Be­zeichnungen <Kleider>, <Ware>, <Gewand> und <Montur> großflächiger belegt. In Aschaffenburg ist neben Gläädä (Kleider) auch noch Monduuä (Montur), in der Bedeutung ‚Männerkleidung‘ belegt. Nach Wichermann geht <Montur> zurück auf das französische Substantiv monture das 'Ausrüs­tung' bedeutet. Analog zu der französischen Bedeutung bezeichnete Montur ur­sprünglich die Ausstattung und Ausrüs­tung von Soldaten (Kluge 1995, 568). Aus der militärischen Fachsprache gelangte das Wort in die Alltags­sprache und mit der Bedeutungserweiterung ‚männliche Bekleidung‘ in verschiedene Dialekte.

*   Karte 5: Kleidung

 

2.3.2   Hosentasche

Im größten Teil Unterfrankens ist die Hosentasche einfach nur die <Tasche> und wird Dösche oder Dasche ausgesprochen. Im Zentrum Unterfrankens ist da­neben auch die Bezeichnung <Hosensack> belegt. Westlich des Spessarts in dem gelb eingezeichneten Gebiet, in dem auch Aschaffenburg liegt, nennt man die Taschen in Kleidern Säckel. Nach Wichtermann ist <Säckel> auf lat. saccus zu­rückzuführen. mhd. seckel  bedeutet sowohl 'Tasche‘ als auch ‚Geldbeutel' und ist besonders im süddeutschen Raum und in Österreich verbreitet.

*   Karte 6: Hosentasche

 

2.3.3 Wäschekorb

Die nächste Karte zeigt die Bezeichnungen, die in Unterfranken für den Wä­schekorb verwen­det werden. Sie zeigt eine deutliche Zweiteilung unseres Regie­rungsbezirks in einen Teil öst­lich des Spessarts und in einen Teil westlich des Spessarts. Östlich gilt überwiegend <Korb> in der Zusammensetzung <Wäsch-> oder <Waschkorb>.  Westlich des Spessarts, ich habe dieses Gebiet wieder gelb markiert, wurde die Bezeichnung <Mande> erhoben. Nach Karin Bayha, die diese Karte gezeichnet hat, geht der Ausdruck <Mande> geht zurück auf frnhd. mand. Dieses geht aus mndd. mande hervor und bedeutet 'Korb ohne Henkel'. Die Herkunft des Wortes ist nach Kluge (1995, 537) nicht eindeutig geklärt. Sicher scheint jedoch laut DWb (6, 1534) sein Vordringen aus dem Niederdeutschen zu sein. In Aschaf­fenburg wird Konsonantenverbindung -nd- im Inlaut zu -nn- assimiliert. Die Mande ist hier als Weschmonne  - also Wäschemande - belegt.

*   Karte 7: Wäschekorb

 

2.3.4 Das Euter der Kuh

Die nächste Karte stammt aus dem Sachbereich „Das Vieh und seine Pflege“. Kartiert sind die Bezeichnungen für das Kuheuter. Sie sehen auf der Karte ein großes weißes Gebiet, in dem man einfach Euter sagt. Man spricht oider, aü­der, öüder, oder ödder. In Motten und Roß­brunn bezeichnet man das Kuheuter als <Dütze>. Im auf der Karte gelb markierten Teil west­lich des Spessarts ist das Kuheuter der <Mämm>. Nach Manuela Grimm, von der diese Karte stammt, geht <Mämm> auf mhd. mamme, memme zurück und bedeutet ‚Mutterbrust‘. Die Bezeichnung erfuhr eine Bedeutungserweiterung auf die Milchbil­dungsorgane von Säugetieren allgemein. Das vom Sprachwissen­schaftler Jakob Grimm be­gründete Deutsche Wörterbuch führt unter dem Stich­wort <Mämm> folgende Eintragung: ich zitiere „der memm ist in Aschaffenburg das euter, in Koburg die weibliche brust.“ (DWb 6, 1519).

*   Karte 8: Kuheuter

 

2.3.5 Quark

Die letzte Wortkarte, die ich Ihnen zeige, behandelt die Bezeichnungen für den Quark. In Unterfranken wird der Quark, wie er früher von den Bauern meist sel­ber hergestellt wurde entweder als <Käse>, <Klumpen> oder <Matte> bezeichnet. Im gelb markierten Gebiet west­lich des Spessarts notierten wir die Bezeichnung <Käsematte> in Aschaffenburger-Dialekt Keesmadde. <Matte> ist bereits im mhd. in der Be­deutung ‚geronnene Milch‘ aus der Käse gemacht wird, belegt. Nach Manuela Grimm, ist die Herkunft des Wortes unklar. Man ver­mutet entweder eine Ent­lehnung aus franz. maton ‚Quark‘ oder als lat. matta  in der Bedeu­tung ‚Matte, grobe Decke‘. Man nimmt an, dass Matte zunächst das Tuch bedeutete, in das der Quark geschüttet wurde, damit die Molke abtropft. Später dann das Tuch samt Inhalt und schließlich den Inhalt - den Quark - allein.

*   Karte 9: Quark

 

3.         Schluss

Kommen wir zum Schluss, des Stellung des Aschaffenburger Dialekts in Unterfranken.

Würde man alle Grenzen, die sich aus den vorgestellten Sprachkarten ergeben auf eine Karte zeichnen, so ergäbe sich ein wirres Bild von Grenzen und Grenz­linien, ähnlich dem Spaghettisalat, den ich Ihnen am Anfang meines Vortrages gezeigt habe. Doch es sind nicht die sprachlichen Unterschiede, die einen Sprachraum definieren, sondern die sprachlichen Gemeinsamkeiten. Die sprachlichen Gemeinsamkeiten zwischen Aschaffenburg und den Nachbargemeinden habe ich in einer Tabelle zusammenge­stellt, die ich Ihnen jetzt vorstelle.

 

Tabelle 1: Gemeinsamkeiten im Aschaffenburger Raum

Belegwort/Ort

AB

Johannes-berg

Rotten-

berg

Stock-

stadt

Straßbessen-

bach

Sulz-

bach

Groß-

ostheim

Rechten-

bach

Lohr

Leber

-ä-

+

+

+

+

+

+

+

-

Köpfe

-e-

+

-

+

+

+

+

-

-

Rädchen

-sche

-

+

+

-

+

+

-

-

Kleidung

<Montur>

+

+

+

+

-

-

+

-

Hosentasche

<Säckel>

+

+

+

+

+

+

+

-

Wäschekorb

<Mande>

+

+

+

+

+

+

-

-

Kuheuter

<Mämm>

+

+

-

+

+

+

-

-

Quark

<Keesmatte>

+

+

+

+

+

+

-

-

 

Gemeinsamkeiten habe ich mit einem Plus markiert, Felder mit einem Minuszeichen stehen für Unter­schiede. Sie sehen in der oberen Zeile die Orte. In der ersten Spalte stehen die Belegwörter,  in der zweiten Spalte die Aschaffenburger Leitfor­men. Und sie sehen es selbst. Die Gemeinsamkeiten zwischen dem Aschaffenburger Dialekt und dem Dialekt in den umliegenden Gemeinden überwiegen im Gegen­satz zu den Unterschieden deutlich. Und es sind bei allen Unterschieden, die es zwischen den Dialekten gibt, die Gemeinsamkeiten, die dazu geführt haben, dass wir im Westen Unterfrankens einen Aschaffenburger-Raum definiert haben. Sie sehen ihn gelb markiert auf der Karte „Modell der Sprachräume in Unterfranken“, mit der ich meinen Vortrag beende.

*   Karte 10: Modell der Sprachräume in Unterfranken.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


Verwendete Literatur

 

Bayer-Weghake, Marion (im Druck): SUF Band 3, Formengeographie I 'Nomen'. Heidelberg.

Baiha, Karin (im Druck): SUF Band 5, Wortgeographie III 'Zeiteinteilung und Grußformeln. Spielen und Spielzeug. Essen und Trinken. Kochen, Backen. Hausarbeit'. Heidelberg..

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (1854-1984). Leipzig. (Fotomechanischer Nachdruck der Erstausgabe München 1994).

Grimm, Manuela (im Druck): SUF Band 4, Wortgeographie II 'Rindvieh und Milchverarbeitung. Schwein, Ziege, Schaf, Pferd, Geflügelhaltung, Imkerei. Weitere Haustiere'. Heidelberg..

Kluge, Friedrich (1995): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 23., erweiterte Auflage. Berlin.

König, Almut (im Druck): SUF Band 1, Lautgeographie I 'Kurzvokale'. Heidelberg..

Wichtermann, Jens (im Druck): SUF Band 4, Wortgeographie II 'Der menschliche Körper. Körperliche und seelische Äußerungen. Die menschliche Gemeinschaft. Kleidung'. Heidelberg.