Herr Oberbürgermeister

Klaus Herzog

 

Rathaus

Dalbergstr. 15

63739 Aschaffenburg

 

 

 

 

Beteiligungsmanagement - Information des Stadtrats   über den Krankenhauszweckverband und den Sparkassenzweckverband  Befristung von Beschlüssen

Angelegenheiten im Stadtteil Nilkheim

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

hiermit beantrage ichich, dass der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung über die jeweiligen Tagesordnungen und Beschlüsse der o.g. Zweckverbandssitzungen informiert wird.

 

dass ein Beschluss gefasst wird, zukünftig Beschlüsse des Stadtrats zu befristen, beispielsweise bis zum Ende der Amtsperiode des Oberbürgermeisters.

 

 

Begründung: Wie aus dem Entwurf des  städtischen Haushalt zu ersehen ist, gibt es Ausgaben, die auf Beschlüssen beruhen, die bereits vor Jahrzehnten gefasst wurden. Solche Beschlüsse sind eigentlich unendlich gültig, solange keine abweichender Beschluss gefasst wird. Nicht immer ist der Grund für einen solchen Beschluss noch zutreffend.

 

Deshalb ist es m.E. sinnvoll – und wird in den Verwaltungen zunehmend so gehandhabt – Beschlüsse zu befristen und nach Ablauf der Frist zu prüfen, ob die Geschäftsgrundlage noch gegeben ist.

 

Ich bitte diesen Antrag bei den Haushaltsberatungen zur Abstimmung zu stellen.nach verschiedenen Gesprächen mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Nilkheimer Geschichte und mit anderen Bürgern habe ich folgende Anliegen und Anträge:

 

1.    Ich beantrage die Aufstellung eines Gedenksteins an der Nilkheimer Eisenbahnbrücke mit einer entsprechenden Tafel zum 25.3.2005, dem 60. Gedenktag der Überquerung der Brücke durch die US Army im 2. Weltkrieg. Dadurch wurden die  Kämpfe um Aschaffenburg, die auf beiden Seiten ohnehin viele Menschenleben forderten, nicht noch weiter verlängert. Die Einzelheiten sollten mit dem Stadt- und Stiftsarchiv und dem Arbeitskreis Nilkheimer Geschichte abgestimmt werden.

 

2.    Der Sommersturm vor wenigen Wochen entwurzelte den recht massiven Baum – Eiche - am Wendeplatz der Busse im Ulmenweg. Dieser Baum war  ein markanter Punkt am Eingang zum Stadtteil Nilkheim, weshalb wieder ein passender Baum an dieser Stelle gepflanzt werden sollte.

 

3.    Das Gelände rund um die Nilkheimer Kapelle ist in einem Zustand, der nur einen schlechten Zugang zu diesem historischen Ausgangspunkt der Besiedlung am Bayerischen Untermain gestattet. Die Kapelle ist durch Büsche zugewuchert. Darin lässt sich auch ein gewisses Desinteresse an diesem lokalgeschichtlichen Kleinod vermuten. Ich beantrage, dass das Gelände rund um die Nilkheimer Kapelle vom Gartenamt in einen pfleglichen und ansehnlichen Zustand gebracht wird.  Wie, ist im Ermessen des Gartenamts.

 

4.    Es gab einen Stein - dies und seine Inschrift  sind dokumentiert - der auf die Gründung der Kapelle im Mittelalter hinweist, der aber verschollen ist. Bürger von Nilkheim wollen eine Nachbildung dieses Steins rekonstruieren lassen. Sie würden die gesamten Kosten übernehmen und für eine behutsame und angepasste Anbringung dieses Steins an der Kapelle sorgen, abgestimmt mit dem Denkmalsschutz. Dieses Vorhaben privater Initiative sollte durch die Stadt und den Oberbürgermeister ideell und bei der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen unterstützt werden. Bislang haben die Bürger eher den Eindruck, dass von Seiten des Denkmalschutzes eher Widerstände und Hindernisse aufgebaut werden.

 

 

 

 

Nicht nur die kleinen Gruppierungen, auch die Stadträte, die nicht Mitglieder dieser Zweckverbandsgremien sind, werden gar nicht oder unzureichend über die Entscheidungen und Beschlüsse dieser Zweckverbände informiert.

 

Dem ist nur abzuhelfen durch eine rechtzeitige und umfassende Information aller Stadtratsmitglieder. Da hier auch betriebliche Entscheidungen angesprochen werden, ist keine Öffentlichkeit herzustellen. Ich erinnere außerdem an die Aussagen von Dr. Gruber in der letzten Stadtratssitzung, nach dem die Mitglieder der Zweckverbands durchaus an die Weisungen und Beschlüsse des Stadtrats gebunden sind. Wie sollen solche Weisungen und Beschlüsse gefasst werden, wenn nicht einmal die Tagesordnungen der Zweckverbandssitzungen bekannt sind?

 

Ich bitte diesen Antrag in der nächsten Stadtratssitzung zu behandeln.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Wolfgang Giegerich, Stadtrat