Herr Oberbürgermeister

Klaus Herzog

 

Rathaus

Dalbergstr. 15

63739 Aschaffenburg

 

 

 

 

Beteiligungsmanagement - Information des Stadtrats   über den Krankenhauszweckverband und den Sparkassenzweckverband  Befristung von Beschlüssen

 

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

hiermit beantrage ichich, dass der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung über die jeweiligen Tagesordnungen und Beschlüsse der o.g. Zweckverbandssitzungen informiert wird.

 

dass ein Beschluss gefasst wird, zukünftig Beschlüsse des Stadtrats zu befristen, beispielsweise bis zum Ende der Amtsperiode des Oberbürgermeisters.

 

 

Begründung: Wie aus dem Entwurf des  städtischen Haushalt zu ersehen ist, gibt es Ausgaben, die auf Beschlüssen beruhen, die bereits vor Jahrzehnten gefasst wurden. Solche Beschlüsse sind eigentlich unendlich gültig, solange keine abweichender Beschluss gefasst wird. Nicht immer ist der Grund für einen solchen Beschluss noch zutreffend.

 

Deshalb ist es m.E. sinnvoll – und wird in den Verwaltungen zunehmend so gehandhabt – Beschlüsse zu befristen und nach Ablauf der Frist zu prüfen, ob die Geschäftsgrundlage noch gegeben ist.

 

Ich bitte diesen Antrag bei den Haushaltsberatungen zur Abstimmung zu stellen.

 

 

Nicht nur die kleinen Gruppierungen, auch die Stadträte, die nicht Mitglieder dieser Zweckverbandsgremien sind, werden gar nicht oder unzureichend über die Entscheidungen und Beschlüsse dieser Zweckverbände informiert.

 

Dem ist nur abzuhelfen durch eine rechtzeitige und umfassende Information aller Stadtratsmitglieder. Da hier auch betriebliche Entscheidungen angesprochen werden, ist keine Öffentlichkeit herzustellen. Ich erinnere außerdem an die Aussagen von Dr. Gruber in der letzten Stadtratssitzung, nach dem die Mitglieder der Zweckverbands durchaus an die Weisungen und Beschlüsse des Stadtrats gebunden sind. Wie sollen solche Weisungen und Beschlüsse gefasst werden, wenn nicht einmal die Tagesordnungen der Zweckverbandssitzungen bekannt sind?

 

Ich bitte diesen Antrag in der nächsten Stadtratssitzung zu behandeln.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Wolfgang Giegerich, Stadtrat